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Muster: Produktbeschreibung

Sie haben einen Onlineshop und möchten Ihre Produkte betexten bzw. Ihre Produktbeschreibungen überarbeiten? Ich zeige Ihnen, wie das geht.

Zielgruppe

Grundsätzlich ist erstmal zu klären, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Ist Ihre Zielgruppe jung und hip, wählen Sie eine andere Sprache als wenn Sie medizinische Geräte vertreiben. Passen Sie Ihre Sprache an. Nicht, um sich anzubiedern, sondern um verstanden zu werden. 

Während Sie z. B. bei medizinischen Geräten gerne Fachvokabular verwenden können und ausführlich über technische Details sprechen dürfen, können Sie Ihre jugendliche, hippe Zielgruppe ruhig eher umgangssprachlich anreden.

Meine Einschätzung: Bleiben Sie authentisch!


Länge

Im Internet findet man häufig die Angabe, dass eine Produktbeschreibung zwischen 100 und 200 Wörtern lang sein soll. ABER: Diese Angabe kann man nicht so pauschal treffen. Ein Gerät mit vielen technischen Finessen braucht eine längere Produktbeschreibung als ein Paar Sneaker. Für eine Postkarte können hingegen 100 Wörter schon zu viel sein. Auch Produkte aus dem Luxussegment profitieren von längeren Produktbeschreibungen. Der interessierte Leser möchte schließlich jedes Detail wissen, bevor er so viel Geld investiert, um zu verhindern, dass sich das Produkt später dann als Fehlkauf herausstellt.

Meine Einschätzung: Die Produktbeschreibung sollte so knapp und präzise wie möglich, so lang und ausführlich wie nötig sein.


Aufbau

Auch hier kursieren unterschiedliche Angaben im Internet. Ich skizziere mal das Maximum:

  1. Headline
  2. Teaser
  3. Produktinfos
  4. Bulletpoints

Das kann man natürlich so machen, aber es ist auch kein Muss. Je nach Shopstruktur und Produktart reicht auch die Minimalversion. Das sind dann lediglich Headline und Produktinfos. In der Headline steht der Name des Produkts. Die Produktinfos sind das, was man gemeinhin als Produktbeschreibung versteht. Manche Shops erläutern ihre Produkte auch nur in Bulletpoints. Auch das kann man machen, ich rate davon aber ganz klar ab. Warum? In Bulletpoints finden sich nur die harten Fakten. Und mit harten Fakten verkaufe ich kein Produkt. Ich verkaufe Produkte über Emotionen. 

Meine Einschätzung: Gestalten Sie als erstes die Produktinfos für alle Ihre Produkte im Shop einheitlich. In einem zweiten Schritt würde ich die Bulletpoints für die potenziellen Kunden ergänzen, die nicht gerne lesen, sondern die Produktbeschreibung nur überfliegen. Wenn Sie dann noch wollen, ergänzen Sie bei Ihren Produktbeschreibungen noch einen Teaser.


Produktinfos

Und was kommt da jetzt rein? Na, alles, was relevant ist. Je nach Produkt ist das natürlich völlig verschieden, weswegen ich hier leider nicht konkret werden kann. 

Hier gehören grundlegende Infos hin: Herkunft, Herstellungsprozess, Inhaltsstoffe, Fertigungsort, Zubehör, unterschiedliche Varianten, Mehrwert für den Kunden, besondere Zertifizierungen und Labels, … 

Meine Einschätzung: Versetzen Sie sich in Ihre potenziellen Kunden. Was könnte sie interessieren? Welches Problem löst Ihr Produkt für den Kunden? Welchen Mehrwert bringt Ihr Produkt mit?


Meine Tipps:

  • Verwenden Sie die Herstellerinfos als Basis für Ihre Produktbeschreibung, aber übernehmen Sie sie nicht 1:1. Duplicate Content ist nicht gern gesehen. Google honoriert es, wenn Sie Zeit in einzigartige Produktbeschreibungen stecken und rankt Ihren Shop besser in den Suchergebnissen, während duplicate Content abgestraft wird.
  • Nutzen Sie Keywords, aber übertreiben Sie es nicht. Die Produktbeschreibung soll in erster Linie leserfreundlich sein.
  • Entscheiden Sie sich für eine angemessene Schriftart und eine angenehme Schriftgröße. Ihre Produktbeschreibungen sollen gut zu lesen sein. 
  • Eine gute Struktur unterstützt ebenfalls die Leserfreundlichkeit. Arbeiten Sie mit Absätzen und – falls nötig – mit Zwischenüberschriften. Hervorhebungen im Fettdruck sprechen die Kunden an, die die Texte nur überfliegen.
  • Fassen Sie Ihre Infos lieber in kurzen Wörtern und kurzen Sätzen zusammen als in Wortungetümen und ellenlangen Schachtelsätzen.
  • Hohle Phrasen und leere Floskeln haben nichts in Ihrer Produktbeschreibung zu suchen. 
  • Nennen Sie das Wichtigste zuerst. Denn besonders Anfang und Ende bleiben im Gedächtnis Ihrer potenziellen Kunden hängen.
  • Verwenden Sie Adjektive und sprechen Sie Emotionen und Fantasie Ihrer Kunden an. So wecken Sie schlummernde Wünsche und Begehrlichkeiten. Beispiel: „Soße aus frisch geernteten, in der Sonne gereiften Tomaten“ vs. „Tomatensoße“.
  • Fertigen Sie jede Produktbeschreibung individuell an. Dabei ist es durchaus legitim, sich zu orientieren – abkupfern ist verboten und macht auch keinen Sinn, Stichwort: Duplicate Content. Google merkt alles. 

Fragen? 

Melden Sie sich gern unter mail@wortschmiede-koeln.de. Ich berate Sie kostenlos und unverbindlich. Und falls Sie jemanden brauchen, der Ihre Produktbeschreibungen auf den neuesten Stand bringt: Das mache ich zufälligerweise auch.

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