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Der Relativsatz

Infozettel in Köln-Ehrenfeld mit nicht markiertem Relativsatz.

Der Relativsatz ist eine tolle Sache. Mit ihm kann man etwas innerhalb eines Satzes kurz erläutern. In unserem Beispiel werden „andere Menschen“ näher erklärt; nämlich mit „die auf unserem Hof nichts zu suchen haben.“ Mit einem Komma trennt man den Relativsatz vom übergeordneten Hauptsatz.

Warum sind Kommata wichtig?

Kommata geben einem Satz Struktur und markieren – wie in unserem Beispiel – einen Hauptsatz von untergeordneten Nebensätzen oder anderen Einschüben. Warum aber sind Kommata so wichtig? Beim Lesen liest unser Auge nicht Wort für Wort und Buchstabe für Buchstabe, sondern springt hin und her, verschafft sich einen Überblick über den Satz (Frage oder Aussage? Nebensätze, Länge, …) und erfasst von einem Wort oft nur Anfang und Ende. Vor Jahren geisterte dazu ein Beitrag durchs Netz, den ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte:

„„Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, […]“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Buchstabensalat, 04.11.2019, 13:29 Uhr.)

Unsere Augen, und vor allem unser Gehirn, sind wirklich großartig, oder nicht? Mit einer korrekten Kommasetzung unterstützen wir Augen und Gehirn beim Lesen. Wir erfassen so die Struktur eines Satzes und können sinnerfassend und flüssiger lesen. Aber zurück zu unserem Relativsatz.

Was ist ein Relativsatz?

Ein Relativsatz ist ein Nebensatz, der etwas näher erklärt. Er kann nicht alleine stehen, sondern ist immer in einen Hauptsatz eingebunden. Da kann er am Ende oder innerhalb des Satzes zu finden sein, jedoch nie am Anfang. Da der Relativsatz ja eine Erläuterung zu einem Nomen gibt, muss zunächst genau dieses fallen. Steht der Relativsatz am Ende des Satzes benötigen wir ein Komma, ist er mitten im Satz zu finden, markieren wir sowohl den Anfang als auch das Ende des Relativsatzes mit einem Komma. Was wir aber immer brauchen, ist das Relativpronomen.

Was ist ein Relativpronomen?

Ein Relativpronomen stellt den Bezug zum vorher genannten Nomen auf. Es ist im Grunde Bindeglied zwischen dem zu Erklärenden und der Erklärung. In unserem Beispiel „solchen Menschen, die in unserem Hof […]“ ist das das Wörtchen die. Pronomen heißt für (also pro-) etwas (also -nomen) zu stehen. Die am häufigsten verwendeten Pronomen sind der, die und das. Es gibt aber noch weitere, wie z. B. was. Auch der Duden widmet sich in einem seiner Newsletter mit dem Relativsatz und seinen Pronomen: https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/New-York%2C-die-Stadt%2C-die-ich-liebe-–-Relativpronomen-und-mehr-Dezember-2015 (04.11.2019, 13:58 Uhr).

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